Abtransport von einem Verwundeten in Gaza

Hilfsprojekt – Vision for Gaza

Ein Jugendlicher in Gaza besitzt wenig Aussichten auf eine gute Zukunft. Nachdem im Jahr 2017 die Hamas die Herrschaft über den Gazastreifen an sich riss, hat Israel eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt abgeriegelt. Die Bevölkerung ist mit 18 Jahren im Schnitt sehr jung und die Arbeitlosigkeit von jungen Erwachsenen liegt bei über 70%.

Den Bewohnern steht nur wenige Stunden am Tag elektrischer Strom zur Verfügung und die Abwasseranlagen sind häufig außer Betrieb. Hinzu kommt ein Leben in ständiger Angst. Rakten, die von der Hamas auf israelische Zivilisten abgefeuert werden, werden von den Israelis mit Bombardements des Gaza Streifens beantwortet, bei denen neben Terroristen auch Zivilisten getötet werden.

Für Terrororganisationen wie die Hamas ist es daher einfach, Jugendliche aufgrund von fehlenden Alternativen für Protestaktionen an der Grenze zu Israel zu gewinnen. Häufig mischen sich Terroristen unter die Menge, die israelische Soldaten angreifen und die Proteste eskalieren lassen. Hunderte palästinensische Jugendliche wurden bei den Freitagsprotesten zwischen 2018 und 2019 zu Krüppeln geschossen, viele von ihnen starben. Für die Jugend sind die Proteste eine willkommene Abwechslung gegen die Langeweile in ihrem ansonsten trostlosen Leben.

Wir möchten mit unseren Projekten den Jugendlichen im Gazastreifen zeigen, dass es auch eine andere Zukunft gibt. Wir unterstützen die Arbeit von Rami Aman, einem jungen Mann mit einer starken Vision. Er möchte eine Brücke mit dem Feind bauen, indem er Videokonferenzen zwischen Palästinensern und jungen Israelis und Menschen aus dem Westen organisiert. Rami Aman wurde aufgrund seiner Vision am 9. April von der Hamas verhaftet, weil er einen Videoaustausch zwischen Israelis und Palästinensern ermöglichte. Wir möchten außerdem ein Mentorenprogramm für die Jugendlichen einrichten. Sie erhalten z.B. ein Online Training im Bereich IT, während ein Mentor sie begleitet. Nach erfolgreicher Ausbildung könnten sie IT Aufgaben für das Unternehmen des Mentors oder andere Firmen erledigen. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Palästinenser online Arabischkurse für Sprachlernende, wie z.B. Flüchtlingshelfern in Deutschland anbieten könnten.